Die überentwickelten Nationen

230 S., geb., € 20,–
ISBN 978-3-7013-1076-0

Der Nationalökonom Leopold Kohr war einer der ersten, der vor ungezügeltem Wachstum und internationalen Zusammenschlüssen in Politik und Wirtschaft warnte. In diesem Buch entwickelte er seine Theorie der angepassten Größe weiter.
„Einige der akutesten wirtschaftlichen Probleme der Gegenwart – das drohende Absinken des Lebensstandards, konjunkturelle Erschütterungen, der scheinbar unaufhaltsame Sieg gelenkter Wirtschaftssysteme über Systeme des freien Unternehmertums – können auf eine gemeinsame Ursache zurückgeführt werden: die übermäßige Größe von  Nationen”, so Leopold Kohr. Stärker als in seinem ersten Buch betont Kohr die Gefahren der Beschleunigung unseres Lebens. Höhere Geschwindigkeit, im Verkehr ebenso wie im Warenumsatz, führt zu denselben Problemen wie eine zu große Gesellschaft: wenig Kontrolle, unnötig aufgeblähte Verwaltung, Unfinanzierbarkeit. Die Verwaltungs-, Struktur- und Finanzierungsprobleme des vereinten Deutschlands, aber auch der immer größer werdenden Europäischen Union beweisen die Aktualität der Kohrschen Theorie.

Zitate: gesammelt und zugeordnet von Dr. Günther Witzany